Parallelgesellschaft und Schattenstaat Sizilien

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Datum/Zeit
14.04.2015
19:30 Uhr

Veranstaltungsort
Villa Ichon

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Vortrag mit Bildern von Dr. Hartmut Roder, Bremen

Ehrenwerte Gesellschaften, organisierte Kriminalität und Gewaltbeziehungen in Politik und Wirtschaft sind seit Jahrhunderten Attribute, die mit der größten Mittelmeerinsel Sizilien verbunden werden. Seit der Herrschaft der spanischen Bourbonen herrscht auf diesem abgetrennten Teil Italiens eine Tradition von Härte und Gewalt, welche gepaart ist mit Unterentwicklung, Ausbeutung und einem tiefen katholischen Glauben. Dass sizilianische Verhältnisse auch im 21. Jahrhundert nicht nur im fernen Mittelmeer große Landesteile im Würgegriff haben, sondern auch in Deutschland lebendig sind, machten die Mafia-Morde im August 2007 in Duisburg öffentlich. Der Vortrag mit Bildern wird der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung Siziliens von der Einigung Italiens 1860 bis ins Berlusconi-Zeitalter im Spiegel der Ausbreitung der „Cosa Nostra“ nachgehen.

Dr. Hartmut Roder ist Leiter der Handelskunde-Abteilung des Übersee-Museums und promovierter Historiker.

Eintritt: 5€ (Nicht-Mitglieder) / 4€ (Mitglieder)

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